Schreibzeit #1

Mittwoch, 28. Januar 2015




Bine hat die derzeitige Gemütslage zum ersten Thema ihrer Schreibzeit-Kolumne gemacht, an der ich mich auch gern versuchen möchte. Das Schreiben mag ich nämlich ziemlich gern und versuche mich hier vielleicht nun öfter mal mit ein paar Texten die meine Fantasie oder das echte Leben so hergeben. Ein bisschen mehr von mir für euch sozusagen.
Zurück zu meiner mentalen Situation. Dieser Monat hat sich bereits mehrfach auf unterschiedliche Art und Weise auf meine Stimmung ausgewirkt. Zunächst startete das Jahr mit einem frühlingshaften Neujahrstag, an dem ich direkt in die Laufschuhe geschlüpft bin um dem müden Körper (schließlich wurde am Tag zuvor Silvester gefeiert) einen Energiekick zu verpassen. Das hat auch ganz gut geklappt, leider musste ich mich dann erstmal ganz oft dem #gegenwindisteinarschloch Hashtag geschlagen geben. Dafür war ich im Schwimmbad, vor der Arbeit, um 6 Uhr morgens! Ein Vorhaben, dass ich unbedingt wiederholen werde, denn den Tag mit einem Dutzend äußerst liebenswerter Senioren zu starten, die einem (sportlich gesehen) zeigen, wo der Hase langläuft (oder der Fisch langschwimmt) kann extrem erfrischend sein. Amüsiert durfte ich dem neuesten Klatsch und Tratsch lauschen und weiß nun, dass ja die Schwägerin von der Annemarie ihrem Mann immer den Schnaps verbietet ;-)
Danach jährte sich der Todestag meiner lieben Omi zum ersten Mal, was mit Wehmut, Trauer aber auch schönen Erinnerungen verbunden war, gleichzeitig wurde in Paris auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo ein terroristischer Anschlag verübt. Das sind Momente in denen der Alltag in den Hintergrund rückt und man intensiver über die Welt, das Leben und die Unzulänglichkeit bestimmter kleiner Wehwehchen nachdenkt. Ich möchte mir zwar nicht in jeder Minute vor Augen führen, wie endlich alles ist und wie grausam und ungerecht es auf dieser Welt zugeht, trotzdem merke ich, dass die Zeiten des Grübelns mehr Platz in meinem Alltag einnehmen. Vermutlich, weil ich zwei (kleine) Kinder habe, die ich dieser Welt aussetzen muss, denen ich Werte vermitteln möchte und die ich vorbereiten will, auf das, was da außerhalb unseres behüteten kleinen Dorfes vor sich geht. Ich weise die beiden Zwerge oft spielerisch mit dem erhobenen Zeigefinger darauf hin, dass es Kinder gibt, die es nicht so gut haben wie sie selbst, auch wenn ich weiß, dass diese Vorstellungen noch zu abstrakt sind. Streit um Lappalien (auch wenn es für die Kids gerade unheimlich wichtig ist, auszudiskutieren, wer die rote Brotdose mit in den KiGa nehmen darf) gibt es so oder so fast täglich und treibt mich oft in den Wahnsinn. Dann hilft bei mir immer fluchtartiges Verlassen des Szenarios und die Kinder merken direkt, dass wohl ein gewisser Punkt überschritten wurde.
Jetzt neigt sich der Januar dem Ende und ich freue mich auf viele schöne Termine im nächsten Monat. Mittlerweile hat es (vom Junior so lang ersehnten) Schnee gegeben. Auch wenn er nach einem Tag wieder weggeschmolzen war, habe ich die kurzfristige Outfitänderung der Landschaft sehr gern wahrgenommen.

Ich bin schon gespannt, welches Schreibzeit-Thema mich als nächstes erwartet und wünsche euch für diese letzte Januarwoche eine angenehme Zeit.

Eure Pipa





Kommentare:

  1. Diese Zankereien gaben mich auch immer fast in den Wahnsinn getrieben, wer geht zuerst zähne putzen, wer darf vorne am Tisch sitzen usw. Neeeervig, und hat bis heute nicht wirklich aufgehört (13 und 16) andiestirnfass..... Ich wünsch Dir einen schönen Februar
    LG Heike

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    1. Du machst mir ja Mut, Heike ;-)

      Liebe Grüße
      pipa

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