Sonntags-Lyrik #1

Sonntag, 13. Dezember 2015


Ich mag Gedichte sehr gern. Besonders jene, die nicht gleich zu erkennen geben, was sich hinter ihnen verbirgt. Aber auch solche mit schönem Wortklang und leichtem Fluss.
Künftig möchte ich den Sonntag gern nutzen, um ein bisschen Lyrik zu posten. Ich finde, dieser Wochentag passt prima zur Dichtung.
Wenn du magst, schreib mir doch deine Gedanken, Empfindungen, Eindrücke zu dem jeweiligen Gedicht. Hat es dir gefallen? Wenn ja, was genau? Oder findest du es grausig? Was stört dich? 


An diesem 3. Adventssonntag habe ich ein Gedicht herausgesucht, welches mir zu den Bildern ganz gut gefällt.
Es ist von Johann Christian Friedrich Hölderlin und wurde im Jahr 1804 verfasst.



Hälfte des Lebens

Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.

  Weh mir, wo nehm’ ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.

(Friedrich Hölderlin 1804) 




Jacke nach eigenem Schnitt aus grau meliertem Piqué, Loop aus schwarzem Jersey und "Me" alles von Lillestoff.

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♥ liche Grüße
pipa