jetzt covert sie auch noch {Teil 1}

Montag, 23. Mai 2016

Warum auch noch eine Coverlock?

Schöne Ziernähte im "coverlook" kann man zwar auch mit der Overlock herstellen (hier geht´s zu meiner Anleitung) und elastische Säume lassen sich hervorragend mit einer Zwillingsnadel nähen (hier geht´s zu meiner Anleitung) ABER: 
  • ich hatte schon lange den Wunsch, mal wieder etwas Neues auszuprobieren und meine Möglichkeiten im Nähzimmer zu erweitern
  • ich nähe ziemlich viel (beinahe täglich) und bin darauf angewiesen, Zeit zu sparen, wo es nur geht (also auch beim Säumen)
  • ich liebe kontrastfarbene Covernähte
  • ein unschlagbares Angebot von Nähwelt Flach konnte ich einfach nicht ausschlagen
Und deshalb möchte ich dir heute meine neue Coverlock vorstellen:



Warum die Bernina L 220?

Wenn du meinen Blog schon etwas länger liest, weißt du sicher, dass auch meine Overlock (1150MDA) und meine Nähmaschine (B560) der Marke Bernina angehören. 
Ich habe mich damals, vor der Anschaffung meiner Nähmaschine, umfassend beraten lassen, viel ausprobiert und mich mit dem Unternehmen Bernina auseinandergesetzt. Ich bin mit der schweizer Qualität sehr zufrieden und eine überzuegte Bernina-Nutzerin. 
Meine Overlockmaschine strotzt vor Kraft und hat mich noch nie enttäuscht. Die Nähmaschine tut immer (wirklich immer) genau das, was sie soll und lässt mir enorm viel Freiraum für Krativität.
Es stand also außer Frage, dass auch die Coverlock eine Bernina werden wird. Trotzdem habe ich mich vorher noch umfassend informiert und schlau gelesen. Die Modelel anderer Marken konnten mich nicht überzeugen, eine Kombimaschine wollte ich nicht also sollte es die L 220 sein.


Weil der Platz in meinem Nähzimmer endlich ist und, wie schon erwähnt, auch meine Overlockmaschine von Bernina ist, kann ich praktischerweise ein einziges Fußpedal für beide Geräte nutzen. Die Maschine, die benötigt wird, steht dann vorn auf dem Arbeitstisch und ich muss nur das Kabel für den Fußanlasser umstecken. Dann kann es losgehen.


empfohlenes Zubehör

Weil ich möglichst perfekte Ergebnisse erzielen und lange etwas von meiner Coverlock haben möchte, habe ich mir hochwertiges Overlockgarn bestellt. Natürlich ganz bunt, damit ich schöne kontrastreiche Covernähte erzielen kann.
Das Amann Trojalock Overlockgarn und Aerofil von Madeira kann ich wirklich empfehlen. Ich finde, hier stimmt einfach das Preisleistungsverhältnis. Ich benutze es auch an meiner Overlock und hatte bisher keine Probleme mit verklebten Maschinen oder gerissenen Nähten.



Ich habe mir außerdem noch spezielle Overlocknähnadeln besorgt, denn ich hatte gelesen, dass man mit diesen sogenannten schwarzen Nadeln in jedem Fall Fehlstiche vermeidet. Bisher habe ich diese Nadeln noch nicht eingesetzt, weil ich keine Probleme mit Fehlstichen hatte. Aber sicher ist sicher und bei Gelegenheit werde ich sie sicher mal genauer in Augenschein nehmen.

die "schwarzen Nadeln" von Schmetz
Einen speziellen Bandeinfasser für die Bernina L220 gibt es zwar (noch) nicht, aber bei Nette habe ich gelesen, dass ich meinen "normalen" Bandeinfasser für die Nähmaschine auch an der Cover L220 verwenden kann. Das werde ich ganz bestimmt ausprobieren, mir fehlt nur noch die von Nette beschriebene spezielle Schraube (steht auf dem Einkaufszettel für den nächsten Baumarktbesuch).


Einsteigertipps

Wenn man eine Maschine, so wie ich, online bezieht erhält man in den seltensten Fällen (und aus Gründen der meist großen Entfernung) eine Einführung für das Gerät. Das ist natürlich ein Nachteil, allerdings kein sehr großer in Zeiten von Internet -insbesondere von youtube- denn hier bin ich schnell fündig geworden. Der Kanal von Bernina hält eine Reihe von Anleitungen, Tipps und Tricks parat, die jedem Einsteiger helfen, sich autodidaktisch mit seiner Maschine anzufreunden.

Die ersten Ergebnisse

Nach dem Auspacken und dem Lesen der (sehr guten) Anleitung habe ich direkt losgelegt.
Die Maschine war bereits eingefädelt und ich musste nur mein Garn anknoten und durchziehen.
Die ersten Versuche an unterschiedlichsten Stoffresten waren auch wirklich zufriedenstellend und ich habe mich schnell an ein "richtiges" Nähwerk getraut: ein T-Shirt für meine Tochter


Den Halsausschnitt habe ich mit einem Beleg gearbeitet und dann mit der Coverlock abgesteppt. Auf dem oberen Bild sieht man gut die linke und rechte Seite der Naht (ich habe bislang lediglich zwei Nadeln eingesetzt und den breiten 3-Faden Cover Stich genäht).


Den Saum der Ärmel habe ich auch "gecovert", hier liegt also die linke Seite der Naht außen. Dies ist mein erster Saumversuch, künftig soll das natürlich noch etwas präziser (gerader) werden.

Für meinen Sohn habe ich außerdem eine Baggybuks genäht und sowohl die Taschen als auch die Kordeln mit der Coverlock L 220 bearbeitet.



Was man noch machen kann

Wie gesagt, ich habe bisher lediglich den breiten 3-Faden Coverstich genäht, was bedeutet, dass nur die linke und die rechte Nadel eingesetzt sind.


Wenn man die rechte und die mittlere Nadel nutzt, näht man den schmalen 3-Faden Cover-Stich (z.B. sehr schön für eingefasste Ausschnitte). 
Nutzt man nur eine Nadel, näht man den sogenannten Kettenstich. Er ist nicht elastisch und sorgt z.B. für starke Nähte an sehr festen Materialien. Optional ist auch ein spezieller Kettenstichfuß erhältlich
Bei Verwendung aller drei Nadeln näht man den 4-Faden Cover Stich. 

Fazit bisher

I love it ♥

Wenn du Fragen hast, nur raus damit. Ich versuche so gut wie möglich mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Wenn du ernsthaft über den Kauf einer Coverlock nachdenkst, kann ich dir auch die Nähwelt Flach als kompetenten Berater empfehlen. Hier werden alle Fragen beantwortet, Tipps gegeben und tolle Angebote gemacht.
http://www.naehwelt-flach.de/






Quellenangabe:
Alle hier gezeigten Stoffe wurden mir von Lillestoff* zur Verfügung gestellt.
Die Bernina L 220 habe ich von der Nähwelt Flach* bezogen.


* Dieser Blogpost kann Spuren von Werbung enthalten

Kommentare:

  1. Ich habe die gleiche overlock...und auch meine nähmaschine ist bernina und ja auch ich hab mir die L220 gegönnt...ich lieb sie auch!! den bandeinfasser habe ich nicht, da bin ich gespannt was du uns noch zeigst ;))
    LG lee-ann

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  2. Vielen Dank für deinen tollen Post. Die liebäugle auch schon mit einer Coverlook und dabei ist die Bernina L220 auch in meiner engeren Auswahl. Ich bin gespannt, was du sonst noch so berichtest. LG, Esther

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  3. Ich habe zwar keine Bernina aber ich bin ein waschechter ELNA Fan. Und meine drei Maschinen sind auch alle von ELNA. Daher kann ich deine Entscheidung super gut verstehen 

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Freude mit deiner neuen Errungenschaft. Ich möchte meine Coverlock auch nicht mehr missen.

    Sei lieb gegrüßt

    Peggy

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  4. Ich fände es spannend zu wissen, wie du beim covern die Nähte vernähst. Ich hab die gleiche Maschine, mittlerweile selten Fehlstiche da ich an Nahtübergängen langsamer nähe, aber trotzdem hin und wieder noch. Und womit ich mich noch auseinandersetzen muss ist die Stärke der Nähte. Also die Spannung. Aber dafür braucht man echt Zeit.

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  5. Ich wage es nur vorsichtig zu erwähnen dass meine bernina L220 seit über 2 Jahren unbenutzt in der Ecke steht! :D

    Ich wünsche Dir ganz ganz viel Freude Pipa!
    Liebste Grüsse
    Marina

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